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Wie mich eine kleine Metall-Box zum Umweltschützer machte

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Wie mich eine kleine Metall-Box zum Umweltschützer machte!😉

Umweltschutz hat nicht immer den besten Ruf. In manchem Kopf findet sich der vegane Öko-Typ, der sich an Bäume kettet und dabei in Birkenstock-Schlapfen nicht wirklich trendy aussieht. Doch es geht zum Glück auch anders, spielerischer und weniger verkrampft.Spielzeug Kinder Nature Zoom

50 Naturschutz-Projekte“. So steht es auf einer Metall-Packung geschrieben. Eine Drohung. Horror-Szenarien spuken durch meinen Kopf. Würden wir in Zukunft noch mehr sterbende Bienen auf der Straße auflesen müssen und dadurch zu spät zur Schule kommen? Würden wir jetzt in Zukunft gemeinsam im Wald Bäume umarmen müssen, statt zusammen Disney-Filme anzusehen?😯 Als notorischer Stadt-Mensch und Natur-Skeptiker kategorisierte ich diese Box gleich mal a priori als „Geschenk für Feinde“.

Dabei wurden meine Mädels ohnehin schon in der Schule und im Kindergarten auf Umweltschutz getrimmt. Der kürzlich geäußerte Wunsch meiner Großen, dass wir ab sofort jetzt doch ausschließlich in verpackungsfreien Supermärkten einkaufen gehen sollten, damit die Fische im Meer nicht aufgrund des ganzen Plastikmülls elendig zugrunde gehen, war der Höhepunkt dieser ganz besonderen Form von Umwelterziehung. ♻Noch kaum von diesem Schock erholt, flatterte mir diese vermaledeite Umweltschutz-Box ins Haus.

Spielzeug Kinder Naturschutz

Wir öffneten die „Büchse der Pandora“ 

Es war zu spät. Ich hätte die Box natürlich noch schnell verstecken können. Doch sie hatten sie schon gesehen. Und ist die Neugierde erst erwacht, gibt es erfahrungsgemäß kein Zurück mehr. Also öffneten wir gemeinsam die Büchse der Pandora.😜

„Hast du Lust, etwas für Tiere und Pflanzen zu tun“ war auf der ersten der Karten zu lesen. Denn man muss wissen, dass die jeweiligen Naturschutz-Projekte und –Vorschläge auf Karten zu finden sind. Ein einfaches Prinzip, das aber nicht uninteressant aufgemacht ist. Auf der Vorderseite gibt es stets etwas zu lernen. Etwa über Gartenvögel, Teich und Tümpel, Hummeln, Blumenwiesen, Steine, Fledermäuse & Co.

Es geht somit darum, vereinfacht gesagt, vom Wissen über das jeweilige Thema Handlungen abzuleiten. Denn merke: Naturschutz ist keine graue Theorie, sondern handfeste und ganz konkrete Praxis. Bereits das Projekt „Nistkasten“, das zum Thema Gartenvögel gehört, hat es in sich. Das ließ sich allein schon anhand der Beschreibung erkennen. Ob wir demnächst einen Gartenteich, zum Thema Teich und Tümpel gehörend, anlegen würden, wird sich außerdem zeigen.

Das klingt alles nett. Doch die Karten rufen auch Kinder zur Umweltschutz-Rebellion auf. So steht etwa zu lesen: „Vielleicht kannst du auch deine Eltern überzeugen, ein Stück Wiese einfach mal wachsen zu lassen“, gehörend zum Thema Blumenwiesen. Auch das Thema „Hausbegrünung“ sorgte insgesamt für Unruhe meinerseits. Dass weiter hinten im Kartenstapel auch noch zum notorischen Radfahren aufgerufen wurde, machte mich endgültig nervös.😉

Wir würden in Zukunft also in einem begrünten Haus mit Gartenteich wohnen, nur mehr mit dem Rad fahren, Fledermäuse und Bienen 🐝 vorbildlich behandeln und auch sonst äußerst sorgsam mit der uns umgebenden Natur umgehen. Ich musste mich also dringend „bewegen“, meine Einstellung ändern, da ich ansonsten keine Ruhe mehr vor meinen beiden Mädels und ihren Umweltschutz-Projekten haben würde.🤗

Aber wer weiß. Vielleicht tat mir das gar nicht schlecht. Vielleicht kann man sich auch mit Ende 30 noch ändern und kann über Nacht zum Umweltschützer werden. Wenn es nicht diese Box schaffen würde, wer oder was dann?

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